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Entstehung der Nordkirche

Entstehung der Nordkirche – Ein fundierter Blick auf Geschichte, Theologie und Struktur

"Diese neue Landeskirche ist nicht vom Himmel gefallen! Die vorliegende Arbeit von Sebastian Dittmers zeigt auf, mit welchen Schritten und mit welchen Akteuren sich der Fusionsprozess der drei beteiligten Landeskirchen vollzogen hat.“ (Gerhard Ulrich, erster Landesbischof der Nordkirche)

Die leitenden Fragen des Buches

Wo finden sich die alten mecklenburgischen Propsteien in der Nordkirche wieder?

Warum ist Pommern der einzige Kirchenkreis, dessen Grenzen nur mit seiner Zustimmung verändert werden können?

Wie haben die Erfahrungen aus der Fusion Nordelbiens 1977 die Bildung der Nordkirche beeinflusst?

Als erste lutherische Kirche nennt die Nordkirche die Barmer Theologische Erklärung an prominenter Stelle der Präambel ihrer Verfassung. Ist die Erklärung damit den lutherischen Bekenntnisschriften gleichgesetzt?

Die stark abnehmenden Kirchenmitgliederzahlen waren ein entscheidender Faktor für die Bildung der Nordkirche. Der Autor erläutert anhand der neuesten religionssoziologischen Daten, wie es zu diesen Mitgliederverlusten gekommen ist und welchen Einfluss Kirchen auf diese Entwicklung haben.

Wie entstand die Nordkirche? – Überblick über die Nordkirche-Fusion

Die Evangelisch-Lutherische Kirche in Norddeutschland (Nordkirche) entstand als Landeskirchen-Fusion in Norddeutschland aus einem mehrjährigen, sorgfältig moderierten Prozess. Diese Bildung der Nordkirche war das Ergebnis kirchenrechtlicher, theologischer und organisatorischer Abstimmungen – getragen von Synoden, Kirchenleitungen und zahlreichen Akteurinnen und Akteuren aus Gemeinden, Diensten und Werken. Das Buch zeichnet die Nordkirche-Geschichte nach, ordnet Meilensteine ein und erklärt, warum diese Kirchenreform als Antwort auf gesellschaftlichen Wandel und Mitgliederentwicklung notwendig wurde.

Kompakte Zeitleiste (2007–2012)

  • ab 2007: Sondierungsgespräche und Vorarbeiten zur Kirchenfusion in Norddeutschland
  • 2009: Fusionsvertrag und rechtliche Grundlagen auf den Weg gebracht
  • 2010–2012: Verfassunggebende Prozesse, Synodenentscheidungen, Einführungsgesetze
  • Pfingsten 2012: Gründung der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland

Welche Landeskirchen fusionierten zur Nordkirche?

  • Nordelbische Evangelisch-Lutherische Kirche
  • Evangelisch-Lutherische Landeskirche Mecklenburgs
  • Pommersche Evangelische Kirche

Das Werk zeigt, wie sich Traditionen, Strukturen und Profile dieser drei Kirchen zu einem gemeinsamen Ganzen fügten – von der Ebene der Kirchengemeinden über die Kirchenkreise bis zur landeskirchlichen Leitung.

Struktur und Leitung: Ebenen, Kirchenkreise und Landesbischofsamt

Nach der Bildung der Nordkirche gliedert sich die protestantische Kirche im Norden in die Ebenen Gemeinde – Kirchenkreis – Landeskirche. Das Buch erläutert die Aufgaben von Landessynode, Kirchenleitung und dem Amt des Landesbischofs sowie das Zusammenspiel mit Sprengeln, Propsteien und Diensten/Werken. Dabei wird deutlich, wie bewährte Strukturen fortgeführt, sinnvoll verschlankt und zugleich regional geprägt verankert wurden.

Warum ist Pommern einzigartig in der Nordkirchenstruktur?

Besonders beleuchtet wird der Kirchenkreis Pommern: Er besitzt in Fragen von Kirchenkreisgrenzen eine besondere Zustimmungsbefugnis. Das Buch zeichnet die historischen und kirchenrechtlichen Gründe nach und zeigt, wie regionale Identität in der Kirchenverfassung der Nordkirche ihren Schutz und Ausdruck findet.

Wo liegen die historischen mecklenburgischen Propsteien heute?

Die Studie führt nachvollziehbar vor Augen, wo und wie sich die historischen mecklenburgischen Propsteien in der heutigen Struktur wiederfinden – und welche Kontinuitätslinien zwischen Geschichte, regionaler Identität und aktueller Kirchenkreisstruktur verlaufen.

Theologie und Verfassung: Barmer Theologische Erklärung in der Nordkirche

Als erste lutherische Kirche nennt die Nordkirche die Barmer Theologische Erklärung an prominenter Stelle der Präambel ihrer Verfassung. Das Buch erklärt, welche Rolle dieser Bezug für das Selbstverständnis der Nordkirche spielt, wie er theologisch gedeutet wird und in welchem Verhältnis er zu den lutherischen Bekenntnisschriften steht. Damit wird ein wichtiges Stück kirchlicher Identität zwischen Bekenntnisbindung, reformatorischem Erbe und zeitgenössischer Verantwortung sichtbar.

Lehren aus der Nordelbien-Fusion 1977

Die Entstehung der Nordkirche ist ohne die Vorgeschichte der Nordelbien-Fusion (1977) nicht zu verstehen. Der Autor arbeitet heraus, welche organisatorischen und geistlichen Erfahrungswerte aus Nordelbien in den Prozess eingeflossen sind – etwa bei Fragen von Leitung, Beteiligung, regionaler Vielfalt und der Integration von Diensten und Werken. So zeigt die Studie, wie historische Fusionsschritte den Weg zur Nordkirche vorbereitet und geprägt haben.

Mitgliederentwicklung und Religionssoziologie: Hintergründe, Daten, Einordnung

Kirchlicher Wandel geschieht nie im luftleeren Raum. Das Buch legt dar, wie Säkularisierung, demografische Veränderungen und Austrittsdynamiken die Mitgliederentwicklung der Nordkirche beeinflusst haben – und welche Spielräume kirchliches Handeln besitzt. Religionssoziologische Daten werden eingeordnet, um nachvollziehbar zu machen, warum die Kirchenreform ein zentraler Schritt war und welche pastoralen, missionarischen und diakonischen Perspektiven sich daraus ergeben.

Für Praxis und Studium: Wer von diesem Buch profitiert

Diese fundierte Studie zur Nordkirche-Fusion richtet sich an Pfarrerinnen und Pfarrer, Kirchenvorstände, Mitarbeitende in Diensten und Werken, Studierende der Theologie und Religionswissenschaft sowie alle, die sich für Kirchenrecht, Kirchenverfassung und regionale Kirchengeschichte interessieren. Sie dient als zuverlässige Orientierung für Gemeindeleitung und Synodenarbeit – und als verständlicher Einstieg für alle, die die Nordkirche besser kennenlernen möchten.

Autor und Methode

Sebastian Dittmers verbindet historische Analyse, kirchenrechtliche Auswertung und zeitgeschichtliche Kontextualisierung. Auf Basis von Verfassungs- und Einführungstexten, Synodenmaterialien und zeitgenössischen Quellen entsteht ein klares Bild davon, wie Kirche im Norden gewachsen ist – geistlich begründet, rechtlich solide und organisatorisch tragfähig.

Fazit

Wer verstehen möchte, was die Nordkirche ausmacht und wie sie ihre Gestalt gefunden hat, wird in diesem Buch Antworten finden und sehen, dass die Nordkirche tatsächlich nicht vom Himmel gefallen ist.

Autoren: Dittmers, Sebastian
Erscheinungsjahr: 2015
Verlag: Lutherische Verlagsgesellschaft
ISBN: 978-3-87503-181-2
Seiten: 232
Einband: kartoniert
Weiterführende Links zu "Entstehung der Nordkirche"

Kontakt des Herstellers

Lutherische Verlagsgesellschaft mbH
Gartenstr. 20
24103 Kiel
Deutschland
Telefon: 0431/55 77 9-206 oder -285
Fax: 0431/55 77 9-292
E-Mail: vertrieb@lutherische-verlag.de

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