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Aufbrüche II

Aufbrüche II — 10 Jahre später

„Aufbrüche II“ bündelt Geschichte, Geschichten und Projekte der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Schleswig-Holstein (GCJZ-SH) und dokumentiert die Jahre 2012 bis 2022 anlässlich ihres 60-jährigen Bestehens. Der Band führt den jüdisch-christlichen Dialog fort, verknüpft regionale Erinnerungskultur mit überregionalen Perspektiven und verbindet Essays, Biografien, Dokumente und Projektberichte zu einem vielfältigen Panorama jüdischen Lebens in Deutschland. Mit zahlreichen Farbbildern reich illustriert, lädt das Buch zum Lesen, Vertiefen und Weiterarbeiten ein.

Aus dem Inhalt

Aus dem Inhalt:

Von den Herausforderungen des jüdisch-christlichen Dialogs, von Landesbischof Ralf Meister

Prägende jüdische Persönlichkeiten in Deutschland, von Joachim Liß-Walther

Das glückliche Bewusstsein der Aufklärung. ­Moses Mendelssohn, von Dirk Westerkamp

Leo Baeck – Judentum – Christentum, von Jörgen Sontag

Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht – Politische Identität zwischen Religion und Revolution, von Rolf Fischer

Der universalistische Jude – Erich Fried zum 100. Geburtstag, von Bernd Auerochs

Die neue Dauerausstellung im Jüdischen Museum Rendsburg, von Jonas Kuhn

Überlebende der Shoah in Schleswig-Holstein, von Jonas Kuhn

Begegnungen mit einer Überlebenden der Shoah. Giselle Cycowicz, von Lucia Scheelje

Dr. Moritz Stern: Kiels erster Rabbiner und die Chronik Asmus Bremers, von Johannes Rosenplänter

Dr. Arthur Bernhard Posner – Rabbiner der Kieler Juden von 1924-1933, von Bernd Gaertner

Esther Carlebach und ihre Kinder, von Bettina Kiesbye

Rabbiner Joseph Carlebach (1883-1942), von Andreas Brämer

Die neue Synagoge der Jüdischen Gemeinde Kiel, von Isak Aasvestad

Geschichte der GCJZ Lübeck, von Ingrid Homann & Bettina Kiesbye

Die Partnerschaften des Kirchenkreises ­Schleswig-Flensburg im Nahen Osten, von Henning Lüthke

Chronik der GCJZ-SH von 2012-2022, von Bernd Gaertner

Über das Projekt „Stolpersteine“ in Kiel, Texte und Dokumente, von Joachim Liß-Walther

Ermordet in Riga – Deportation Kieler Juden 1941

Vielfalt und Verfolgung. „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“, von Joachim Liß-Walther

Gedanken des Beauftragten für jüdisches Leben und gegen Antisemitismus, von Peter Harry Carstensen

Worum es geht

Der Band macht die Vielfalt jüdischen Lebens sichtbar, reflektiert Herausforderungen des jüdisch-christlichen Dialogs und beleuchtet historische Linien von der Aufklärung bis in die Gegenwart. Biografische Porträts (u. a. zu Moses Mendelssohn, Leo Baeck, Joseph und Esther Carlebach, Moritz Stern, Arthur Bernhard Posner, Erich Fried) stehen neben Artikeln zur politischen Identität, zur neuen Dauerausstellung im Jüdischen Museum Rendsburg, zur neuen Synagoge der Jüdischen Gemeinde Kiel sowie zur Geschichte der GCJZ in Lübeck. Dokumentationen zur lokalen Erinnerungskultur – etwa zu Stolpersteinen in Kiel, zur Deportation Kieler Juden 1941 nach Riga und zu Überlebenden der Shoah in Schleswig-Holstein – verankern die Texte in konkreter historischer Verantwortung. Ein eigener Teil widmet sich der Chronik der GCJZ-SH 2012–2022 und bundesweiten Akzenten wie „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“.

Thematische Schwerpunkte

Jüdisch-christlicher Dialog

Impulse aus Kirche, Wissenschaft und Zivilgesellschaft zeigen Chancen und Herausforderungen interreligiöser Zusammenarbeit – fundiert, erfahrungsgesättigt und praxisnah.

Biografien und intellektuelle Tradition

Porträts prägender jüdischer Persönlichkeiten eröffnen Zugänge zu Aufklärung, Theologie, Kultur und Politik. Sie zeigen, wie jüdische Stimmen das geistige Leben in Deutschland nachhaltig geprägt haben.

Erinnerungskultur und Gedenkarbeit

Beiträge zur Shoah, zu Überlebenden und zur lokalen NS-Geschichte (u. a. Riga-Deportationen) verbinden dokumentarische Genauigkeit mit ethischer Sensibilität. Projekte wie „Stolpersteine“ in Kiel veranschaulichen gelebtes Gedenken.

Institutionen, Museen und Gemeinden

Die neue Dauerausstellung des Jüdischen Museums Rendsburg, die Geschichte der GCJZ Lübeck und die neue Synagoge in Kiel werden als lebendige Orte der Begegnung, Bildung und Erinnerung vorgestellt.

Politik, Gesellschaft und internationale Perspektiven

Reflexionen zur politischen Identität sowie Einblicke in Partnerschaften des Kirchenkreises Schleswig-Flensburg im Nahen Osten erweitern den Blick auf Gegenwart und Zukunft.

Für wen eignet sich dieses Buch?

„Aufbrüche II“ ist ideal für alle, die sich für jüdisches Leben in Deutschland, regionalhistorische Forschung und interreligiösen Dialog interessieren – darunter Pfarrer:innen und Mitarbeitende in Kirche und Gemeinde, Religions- und Geschichtslehrkräfte, Studierende, Mitarbeitende in Museen, Gedenkstätten und Archiven, Stadt- und Regionalhistoriker:innen sowie Engagierte in der Erinnerungsarbeit und Antisemitismusprävention. Als Geschenkband eignet es sich für Jubiläen, Gemeindebibliotheken und Bildungseinrichtungen.

Besonderheiten dieses Bandes

- Anlässlich des 60-jährigen Bestehens der GCJZ Schleswig-Holstein: ein fundierter Rückblick und Ausblick (2012–2022).
- Reich bebildert mit vielen Farbfotografien, anschaulich gestaltet.
- Verbindung aus Essays, Biografien, Projektberichten und Dokumenten – wissenschaftlich fundiert, zugleich gut lesbar.
- Starke regionale Verankerung in Schleswig-Holstein (Kiel, Lübeck, Rendsburg) mit überregionaler Relevanz für Erinnerungskultur und interreligiösen Dialog.

Einsatz und Nutzen

Der Band eignet sich für die Bildungsarbeit in Gemeinde, Schule und Erwachsenenbildung, als Begleiter zu Ausstellungen, für Gedenktage und Projektseminare, als Inspirationsquelle für Vorträge, Gesprächskreise und thematische Gottesdienste sowie als verlässliche Referenz für lokale Geschichts- und Gedenkinitiativen.

Stichworte

Jüdisch-christlicher Dialog, jüdische Geschichte in Deutschland, Schleswig-Holstein, Kiel, Lübeck, Rendsburg, Moses Mendelssohn, Leo Baeck, Joseph Carlebach, Esther Carlebach, Moritz Stern, Arthur Bernhard Posner, Erich Fried, Rosa Luxemburg, Karl Liebknecht, Shoah-Überlebende, Stolpersteine Kiel, Deportation Riga 1941, Jüdisches Museum Rendsburg, neue Synagoge Kiel, GCJZ Schleswig-Holstein, Chronik 2012–2022, 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland, Erinnerungskultur, Antisemitismusprävention.

Autoren: Liß-Walther, Joachim (Hrsg.) / Ladyshenski, Victoria / Gaertner, Bernd (Mitarbeit)
Erscheinungsjahr: 2022
Verlag: Lutherische Verlagsgesellschaft
ISBN: 978-3-87503-288-8
Seiten: 336
Einband: Hardcover, Fadenheftung
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Kontakt des Herstellers

Lutherische Verlagsgesellschaft mbH
Gartenstr. 20
24103 Kiel
Deutschland
Telefon: 0431/55 77 9-206 oder -285
Fax: 0431/55 77 9-292
E-Mail: vertrieb@lutherische-verlag.de

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Aufbrüche
Über das Buch "Aufbrüche gab es und gibt es reichlich, nicht immer nur nach Abbrüchen. Mit der Gründung der 'Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Schleswig-Holstein' (GCJZ-SH) vor einem halben Jahrhundert verband sich ein Aufbruch, der sich aus einem mörderischen Abgrund, dem Zivilisationsbruch durch den Nationalsozialismus, hervorkämpfte und sich bis heute fortsetzt … Auf kaum einem anderen Feld der Theologie haben sich nach Auschwitz, seit den späten 50er-, seit den 60er- und verstärkt seit den 80er-Jahren derartige Aufbrüche, Um- und Neuorientierungen vollzogen wie auf dem des christlich-jüdischen Dialogs – der in Deutschland 'zwangsläufig' zunächst jedoch nur mit wenigen und bereitwilligen ­Juden stattfand … "Das vorliegende Buch bietet in einem ersten Teil Aufsätze und Beiträge, die christlich-theologische Einsichten und Erkenntnisse des Zusammenhanges von Chris­tentum und Judentum, von Kirche und Israel formulieren. In einem zweiten Teil werden exemplarisch Kontexte beschrieben, in denen sich die GCJZ-SH befindet und die zu ihrer Einordnung hilfreich sind. Der dritte Teil widmet sich der Geschichte der GCJZ-SH und beschreibt an Beispielen verschiedene Schwerpunkte ihrer Tätigkeit – man wird diesen Abschnitt somit als eine Art 'Rechenschaftsbericht' auffassen dürfen." (aus dem Vorwort) Christlich-jüdische Zusammenarbeit in Schleswig-Holstein nach 1945 Die Festschrift „Aufbrüche“ dokumentiert und reflektiert theologische, gesellschaftliche und kulturelle Entwicklungen, die den christlich-jüdischen Dialog in Deutschland – und besonders in Schleswig-Holstein – seit 1945 geprägt haben. Aus der Erfahrung des Zivilisationsbruchs durch den Nationalsozialismus erwachsen, zeigt das Buch, wie Neuorientierung, Selbstkritik und Versöhnungsbereitschaft in Kirche, Theologie und Zivilgesellschaft konkret Gestalt angenommen haben. Die Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Schleswig-Holstein (GCJZ-SH) bildet dabei den regionalen Anker: Ihre Arbeit steht beispielhaft für gelebte Zusammenarbeit, Bildungsengagement und Erinnerungskultur. Aufbau und Inhalte Teil I: Theologische Aufbrüche nach Auschwitz Der erste Teil versammelt Beiträge, die die Beziehung von Christentum und Judentum neu beleuchten: von der Korrektur antijudaistischer Lesarten über die Wiederentdeckung der bleibenden Erwählung Israels bis hin zu hermeneutischen Weichenstellungen in Exegese, Liturgie und Dogmatik. Diese theologisch fundierten Einsichten geben Orientierung für den interreligiösen Dialog und zeigen, wie Kirche aus der Geschichte lernt, Verantwortung übernimmt und ihre Praxis erneuert. Teil II: Kontexte und Praxisfelder in Schleswig-Holstein Im zweiten Teil werden Kontexte skizziert, in denen die GCJZ-SH wirkt. Dazu zählen Bildungsarbeit und Dialogveranstaltungen, Kooperationen mit Gemeinden und zivilgesellschaftlichen Initiativen sowie Beiträge zur regionalen Erinnerungskultur. Deutlich wird: In Schleswig-Holstein sind christlich-jüdische Begegnungen nicht nur Thema, sondern gelebte Praxis – getragen von Engagement, Offenheit und dem Willen zu Verständigung. Teil III: Geschichte, Schwerpunkte und Rechenschaft Der dritte Teil zeichnet die Geschichte der GCJZ-SH nach und bündelt exemplarisch Projekte und Schwerpunkte ihrer Arbeit. Der Charakter eines Rechenschaftsberichts macht nachvollziehbar, welche Ziele verfolgt werden, welche Formate sich bewährt haben und wie Lernwege – auch über Generationen hinweg – gestaltet werden. Wer verstehen will, wie kontinuierliche Zusammenarbeit Vertrauen schafft, findet hier wertvolle Einblicke. Thematische Schwerpunkte „Aufbrüche“ vereint Perspektiven auf den jüdisch-christlichen Dialog, die Aufarbeitung der NS-Vergangenheit, interreligiöse Begegnung, gelebte Erinnerung und theologische Selbstkritik. Die Beiträge zeigen, wie aus historischer Verantwortung konkrete Schritte der Zusammenarbeit entstehen – von der Bildungsarbeit über öffentliche Veranstaltungen bis hin zu theologischen Positionsbestimmungen. Zielgruppen und Einsatzmöglichkeiten Das Buch richtet sich an Pfarrerinnen und Pfarrer, Mitarbeitende in Kirchengemeinden, Lehrkräfte und Verantwortliche in der politischen und kirchlichen Bildungsarbeit, an Studierende und Forschende in Theologie, Judaistik, Geschichte sowie an alle, die sich für jüdisch-christliche Beziehungen, Erinnerungskultur und regionale Zeitgeschichte interessieren. Es eignet sich zur Vorbereitung von Vorträgen und Seminaren, zur Gemeindearbeit und Erwachsenenbildung sowie als fundierte Grundlage für Projekte im interreligiösen Dialog. Warum dieses Buch lesen? „Aufbrüche“ verbindet wissenschaftliche Präzision mit erfahrungsgesättigter Praxis. Die Festschrift dokumentiert nicht nur historische Entwicklungen, sondern schenkt Impulse für Gegenwart und Zukunft: für tragfähige Begegnungen, für verantwortetes Erinnern und für einen Dialog, der aus der Mitte des Glaubens schöpft. Die regionale Verortung in Schleswig-Holstein macht die Entwicklungen anschaulich – mit Relevanz weit über die Region hinaus. Mit Beiträgen von Eine Festschrift mit Beiträgen von: Frauke Dettmer Rolf Fischer Bettina Goldberg Hans-Christoph Goßmann Klaus-Dieter Kaiser Viktoria Ladyshenski Hanna Lehming Stephan Linck Eduard Lohse Gottfried Mehnert Anke Müffelmann Peter von der Osten-Sacken Walter Joschua Pannbacker Friedhelm Pieper Jens-Peter Rachau Markus Reimers Hartmut Rosenau Dirk Scheelje Rudolf W. Sirsch Jörgen Sontag Christian Walda Fazit „Aufbrüche“ ist eine eindrucksvolle Festschrift zur Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Schleswig-Holstein – ein wichtiges Dokument der christlich-jüdischen Zusammenarbeit nach 1945, das Erkenntnis vertieft, Dialog stärkt und Hoffnung weckt. Für alle, die sich informiert, verantwortungsvoll und zukunftsorientiert mit Kirche, Israel und der gemeinsamen Geschichte beschäftigen möchten.

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