Zum Hauptinhalt springen Zur Suche springen Zur Hauptnavigation springen

Glehn, Nachlese

Glehn, Nachlese – Literarische Resteverwertung mit Tiefgang

Dieses Buch enthält eine Sammlung kurzer Texte und zahlreicher Aphorismen des Autors, die bei der Ideensammlung für verschiedene literarische Projekte entstanden sind und später in veränderter Form – oder gar nicht – in seine Publikationen übernommen wurden.

Als Ingrid mit einem kurzen Rock zur Tür hereinkam, sagte Karl-Heinz: 'Weiche von mir, Satan! Das Böse hat keine Macht mehr über mich!' Seit einiger Zeit witterte er überall unmoralische Angebote. 'Ich bin schüchtern und wirke vielleicht ein wenig unbeholfen. Manche Frauen denken deshalb, dass sie bei mir leichtes Spiel haben', dachte er. Seit er das Glück in der Enthaltsamkeit entdeckt hatte, konnte er Frauen nur noch in seiner Fantasie ertragen. Er wünschte, sie wären höchstens 10 Zentimeter groß. Dann würde er Ingrid, Monika und deren Mütter wie Ölsardinen in eine kleine Dose stopfen und diese zulöten. Leider war diese Vorstellung zu schön, um wahr zu sein.

Manfred von Glehn war in der wissenschaftlichen Politikberatung tätig und hat bisher ca. 50 Bücher sowie wissenschaftliche Übersetzungen veröffentlicht. Heute ist er belletristischer Autor und gegenständlicher Maler.

Worum es in „Nachlese“ geht

„Glehn, Nachlese“ versammelt pointierte aphoristische Miniaturen und kurze Prosastücke, die den Spannungsbogen zwischen Fantasie und Realität, Moral und Begehren, Gesellschaft und Individuum ausloten. Die Texte sind heiter-ironisch, gelegentlich provokant, immer nachdenklich: Sie beobachten, widersprechen, verdichten und eröffnen neue Blickwinkel auf alltägliche Situationen. Der Untertitel „Literarische Resteverwertung“ ist dabei Programm: Aus Ideen, Fragmenten und Einfällen entsteht eine überraschend geschlossene Sammlung, die zum Weiterdenken einlädt und als Inspirationsquelle für Leserinnen und Leser wirkt.

Form und Stil: Aphorismen als Kunst der Verdichtung

Die aphoristische Kürze lebt von Präzision. In dieser Sammlung begegnen Sie sprachlicher Knappheit mit großer Wirkung: Paradoxe Wendungen, scharfe Pointen, leise Ironie und philosophische Resonanzen wechseln sich ab. Neben den markanten Ein-Satz-Gedanken finden sich kurze literarische Texte, die Figuren, Szenen und Gesprächssplitter skizzieren – wie ein Kaleidoskop menschlicher Erfahrungen, verdichtet auf wenige Zeilen.

Leseeindruck: Zwischen Augenzwinkern und Ernst

Glehn verbindet Beobachtungsgabe mit existenzieller Ernsthaftigkeit. Humor und Satire öffnen Türen zu Themen wie Enthaltsamkeit und Verführung, Sehnsucht und Selbstschutz, Sinnsuche und gesellschaftliche Konventionen. Die Texte sind gleichermaßen anregend und zugänglich – ideal für alle, die kluge Literatur im kurzen Format schätzen.

Für wen „Glehn, Nachlese“ besonders geeignet ist

  • Für Liebhaberinnen und Liebhaber von Aphorismen, Sentenzen und Kurzprosa in deutscher Sprache.
  • Für Leserinnen und Leser, die pointierte Gedanken, ironische Zuspitzungen und philosophische Impulse suchen.
  • Für Autorinnen und Autoren sowie Kreative als Fundgrube für Ideen und Schreibanregungen.
  • Für Bildungs- und Kulturarbeit: als Impulstexte in Lesekreisen, Literaturgruppen oder Diskussionsrunden.
  • Für alle, die ein besonderes literarisches Geschenk jenseits des Mainstreams suchen.

Themenfelder und Motive

  • Aphorismen über Moral, Ethik und gesellschaftliche Rollenbilder
  • Zwischenmenschliche Beziehungen: Begehren, Enthaltsamkeit, Nähe und Distanz
  • Fantasie und Wirklichkeit: Imagination als Kraftfeld des Denkens
  • Alltagsbeobachtungen mit ironischer, teils satirischer Brechung
  • Selbstreflexion, Lebensklugheit und die Kunst des Zweifelns

Warum dieses Buch bei Glaubenssachen?

Glaubenssachen steht für sorgfältig ausgewählte Bücher, die inspirieren, trösten, herausfordern oder Horizonte weiten. „Glehn, Nachlese“ passt in dieses Profil, weil es zum reflektierten Gespräch einlädt – über Werte, Gewissen und das menschliche Miteinander. Ob als anregende Lektüre für zwischendurch oder als Gesprächsanstoß in Gruppen: Diese Sammlung bietet Substanz auf kleinem Raum.

Nutzen und Anwendung in Praxis und Alltag

  • Als täglicher Impuls: ein kurzer Text pro Tag als Denkanstoß.
  • Für Gesprächskreise und Seminare: ausgewählte Passagen als Diskussionsstarter.
  • Für Predigt- und Andachtsvorbereitung: sprachlich prägnante Perspektiven auf menschliche Erfahrungen.
  • Als Zitatquelle in Karten, Reden oder Grußworten – mit pointierter Wirkung.

Über den Autor Manfred von Glehn

Manfred von Glehn verbindet die Klarheit wissenschaftlicher Analyse mit der Lust am Erzählen. Nach seiner Arbeit in der wissenschaftlichen Politikberatung veröffentlichte er rund 50 Bücher und Übersetzungen. Heute widmet er sich der Belletristik und der gegenständlichen Malerei. Seine Texte bestechen durch Beobachtungsschärfe, feine Ironie und die Fähigkeit, in wenigen Sätzen große Fragen anzustoßen.

Stichworte (zur besseren Auffindbarkeit)

Aphorismen deutsch, kurze literarische Texte, Sammlung Aphorismen, philosophische Kurztexte, Glehn Nachlese, Manfred von Glehn, Literarische Resteverwertung, Kurzprosa, Inspiration für Schriftsteller, Literatur zum Nachdenken, Gesellschaft und Moral, Enthaltsamkeit, menschliche Beziehungen.

Jetzt bestellen

„Glehn, Nachlese“ – die ebenso kluge wie unterhaltsame Sammlung für alle, die pointierte Aphorismen und kurze literarische Texte lieben. Jetzt bequem online bei Glaubenssachen entdecken und bestellen.

Autoren: von Glehn, Manfred
Erscheinungsjahr: 2023
Verlag: Lutherische Verlagsgesellschaft
ISBN: 978-3-87503-319-9
Seiten: 192
Einband: kartoniert
Weiterführende Links zu "Glehn, Nachlese"

Kontakt des Herstellers

Lutherische Verlagsgesellschaft mbH
Gartenstr. 20
24103 Kiel
Deutschland
Telefon: 0431/55 77 9-206 oder -285
Fax: 0431/55 77 9-292
E-Mail: vertrieb@lutherische-verlag.de

Produktgalerie überspringen

Ähnliche Artikel

Rosenweg
Rosenweg
Rosenweg – Roman von Manfred von Glehn Hinweis: Dieses Produkt ist ein literarischer Roman (Belletristik) – nicht zu verwechseln mit Wanderwegen oder touristischen Angeboten namens „Rosenweg“. Klappentext / Inhalt Der pensionierte Arzt Dr. Volker Stein lebt allein in einer heruntergekommenen Villa am Rosenweg. Eines Tages erhält er einen Anruf seiner exzentrischen Tochter, die sich jahrelang mit dubiosen Männern im Ausland herumgetrieben hat. Sie hat keinen Beruf, keine Arbeitslosen- oder Krankenversicherung und kein Geld. Er ist streng und autoritär. Statt ihr finanziell zu helfen, bietet er ihr einen Job als Haushälterin und Pflegekraft an. Nolens volens stimmt sie zu. Die Beziehung zu ihrem Vater ist und bleibt gestört, doch plötzlich eröffnet sich für sie eine ganz neue Perspektive. Für ihren Vater in gewisser Weise auch. Im näheren Umfeld gibt es noch andere schwierige Beziehungen, die alle miteinander verwickelt und verhakt sind wie die dornigen Ranken einer Rosenhecke – oder wie ein Haufen rostiger Stacheldraht. Manfred von Glehn lebt im Bayerischen Wald. Er ist in Brasilien aufgewachsen, hat sich später habilitiert und war in der wissenschaftlichen Politikberatung tätig. Heute ist er freischaffender Künstler und verfasst belletristische Literatur. Worum es in „Rosenweg“ geht „Rosenweg“ ist ein intensiver Familienroman über die zerklüftete Vater-Tochter-Beziehung zwischen Strenge, Verletzungen und der leisen Möglichkeit von Versöhnung. In der häuslichen Pflege- und Betreuungssituation prallen alte Schuldzuweisungen und neue Verantwortlichkeiten aufeinander. Der Roman führt mitten hinein in soziale und emotionale Realitäten: Einsamkeit im Alter, finanzielle Unsicherheit, das Ringen um Würde, Nähe und Grenzen. Gleichzeitig öffnet er Raum für Hoffnung – für zarte Annäherungen, die trotz Dornen möglich sind. Literarische und bildkünstlerische Gestaltung Die Erzählung verbindet psychologische Tiefenschärfe mit einer starken Symbolik: Rosen, Dornen, verwobene Ranken – Bilder für die Schönheit und Gefährdung menschlicher Beziehungen. Mit farbigen Bildern von Manfred von Glehn verdichtet das Buch diese Metaphorik auch visuell. Wort und Bild treten in einen Dialog, der das Thema „dornige Beziehungen“ sinnlich erfahrbar macht und die Atmosphäre des „Rosenwegs“ vertieft. Themen und Motive Familiendrama und Vater-Tochter-Beziehung Pflege, Betreuung und Abhängigkeit im Alter Einsamkeit, Verantwortung und die Suche nach Nähe Soziale Verwundbarkeit: Arbeitslosigkeit und fehlende Absicherung Schuld, Autorität, Grenzziehung – und die Möglichkeit eines Neubeginns Symbolik der Rose: Schönheit, Dornen, Hoffnung, Versöhnung Für wen ist dieses Buch geeignet? Leserinnen und Leser von Familienromanen mit psychologischem Tiefgang Menschen, die Literatur über Pflege, Generationenkonflikte und soziale Fragen schätzen Lesekreise, Seelsorge- und Gesprächsgruppen, die über Verantwortung, Vergebung und Neubeginn ins Gespräch kommen möchten Als einfühlsames Geschenk für Menschen in herausfordernden Familiensituationen Lesekreis-Impulse Wie prägen Macht, Autorität und Abhängigkeit familiäre Rollen – und wie lassen sie sich neu gestalten? Welche Wege zu Versöhnung bleiben offen, auch wenn die Vergangenheit schmerzt? Pflege im familiären Umfeld: Zwischen Fürsorge, Überforderung und Selbstfürsorge Die Rose als Metapher: Was sagen Dornen und Blüte über Beziehungen aus? Produktmerkmale Belletristischer Roman mit farbigen Bildern von Manfred von Glehn Anspruchsvolle, zugleich gut zugängliche Erzählweise Ideal zum Verschenken und für Gesprächsrunden Weitere bibliografische Angaben (z. B. Umfang, ISBN) entnehmen Sie bitte den Produktdetails auf dieser Seite Über den Autor Manfred von Glehn lebt im Bayerischen Wald. Er ist in Brasilien aufgewachsen, hat sich später habilitiert und war in der wissenschaftlichen Politikberatung tätig. Heute ist er freischaffender Künstler und verfasst belletristische Literatur. Einordnung und Stichworte (SEO) Familienroman, Familiendrama, Vater-Tochter-Beziehung, Pflege im Alter, Haushälterin, soziale Herausforderungen, Einsamkeit, Versöhnung, Neubeginn, Symbolik der Rose, psychologischer Realismus, Belletristik, Manfred von Glehn, Roman „Rosenweg“.

18,00 €*
Zum Produkt
Stumme Begleiter
Stumme Begleiter
Stumme Begleiter — Über unsere Beziehung zu Dingen Nicht nur Menschen begleiten zeitweilig unser Leben, sondern auch Dinge. An Erstere denkt man oft zurück, aber Letztere … waren "bloß Sachen". Oder? Der Verfasser dieser ungewöhnlichen Autobiografie haucht ihnen Leben ein. Er ist bisher 43 x umgezogen und hat jedes Mal viel entsorgt, verkauft oder verschenkt. Einiges davon vermisst er wie gute Freunde, die weggezogen oder gestorben sind. Anderes ist geblieben und begleitet ihn bis heute. Jeder dieser Gegenstände birgt ein Geheimnis, nämlich ein Stück Vergangenheit. In seinem Buch rekonstruiert der Autor die verborgene Geschichte von 30 "stummen Begleitern". Mit seinen mal heiter-ironischen, mal nachdenklich-sentimentalen, mal erschütternd-traurigen Betrachtungen inspiriert er die Leser*innen zu ganz neuer Wahrnehmung ebenso der erhaltenen wie der erinnerten Relikte des eigenen Lebens. Manfred Wöhlcke von Glehn ist in Brasilien aufgewachsen, hat in Deutschland Soziologie, Psychologie sowie Romanistik studiert, mit einer Dissertation über magische Religionen promoviert und sich mit einer Studie über die abhängige Entwicklung habilitiert. Er war in der ­wissenschaftlichen Politikberatung tätig. Seit 2003 ist er freischaffender Künstler und belletristischer Autor. Worum es in diesem Buch geht Stumme Begleiter ist eine autobiografische Erzählung über die Lebensgeschichten von Dingen — und über das, was persönliche Erinnerungsstücke in uns bewahren. In 30 prägnanten Kapiteln stehen Gegenstände im Mittelpunkt, die den Autor über Jahrzehnte durch Umzüge, Abschiede und Neubeginne begleitet haben. Es sind Dinge mit Geschichte, die als emotionale Anker dienen: stille Zeugen von Begegnungen, Orten, Hoffnungen und Verlusten. So werden “bloße Sachen” zu Trägern von Erinnerung, Identität und Sinn. Erinnerungen an Gegenstände: Warum Dinge mehr sind als Besitz Dieses Buch öffnet die Augen für die Bedeutung der materiellen Kultur im Alltag. Es zeigt, wie sich biografische Erfahrungen in Objekten ablagern und wie unser Umgang mit ihnen — Behalten, Verschenken, Loslassen — Teil der eigenen Lebensgestaltung wird. Die „stumme“ Präsenz von Dingen kann trösten, erinnern, herausfordern. Leserinnen und Leser entdecken, wie Erinnerungsstücke Identität prägen, warum wir Gegenstände vermissen können und wie die Verarbeitung von Verlust auch über Dinge gelingen kann. Tonalität: heiter – nachdenklich – erschütternd Der Autor bewegt sich bewusst zwischen Nuancen: heiter-ironisch, wenn Alltagsgegenstände überraschende Geschichten erzählen; nachdenklich-sentimental, wenn ein „Körnchen Vergangenheit“ hervorscheint; erschütternd-traurig, wenn Dinge als Zeugen von Abschied und Vergänglichkeit auftreten. Diese Spannweite macht Stumme Begleiter zu einer vielseitigen, berührenden Lektüre für Menschen, die das Leben in seinen leisen Tönen lesen möchten. Perspektive und Kompetenz: Soziologie, Psychologie und Erzählkunst Die wissenschaftliche Prägung des Autors (Soziologie und Psychologie) verleiht den Beobachtungen Tiefe: Besitz als Identitätsanker, Erinnerungskultur und die emotionale Verbindung zu Dingen werden reflektiert, ohne je trocken zu wirken. Gerade diese Verbindung aus analytischem Blick und erzählerischer Feinfühligkeit macht die Autobiografie zu einem Buch, das Herz und Verstand anspricht. Für wen eignet sich dieses Buch? Für alle, die sich für persönliche Erinnerungsstücke, Geschichten hinter Gegenständen und Lebensspuren interessieren. Für Menschen in Umbruchsituationen (Umzug, Abschied, Neuanfang), die nach Orientierung und Resonanz in Erfahrungen anderer suchen. Für Leserinnen und Leser mit Interesse an Soziologie, Psychologie und Erinnerungskultur — verständlich und literarisch zugänglich erzählt. Für die Praxis: als Impuls in Lesekreisen, Bildungsarbeit, Besuchsdienst oder Seelsorge — etwa zu Themen wie Vergänglichkeit, Dankbarkeit, Achtsamkeit im Alltag. Als persönliches Geschenk für Menschen, die „ihre“ Dinge lieben, Sammlerinnen und Sammler von Geschichten, oder als achtsames Mitbringsel zum Abschied, Ruhestand oder Haussegen. Was Leserinnen und Leser mitnehmen Neue Wahrnehmung für „Gegenstände mit Geschichte“ und die „Seelenobjekte“ des eigenen Lebens. Inspiration, selbst Biografisches zu entdecken: Welche Dinge erzählen meine Geschichte? Ermutigung zum Loslassen und Bewahren: Wie finde ich Balance zwischen Erinnerung und Freiheit? Ein liebevoller, klarer Blick auf das, was im Stillen trägt — und was bleibt, wenn vieles geht. Einordnung und Themenfelder Stumme Begleiter verknüpft autobiografische Erzählungen mit kultur- und sozialwissenschaftlichen Einsichten. Stichworte wie materielle Kultur, Erinnerung und Emotion, Beziehung zu Sachen, Verlustverarbeitung und Identität bilden den Resonanzraum des Buches. Damit gehört es in die Schnittmenge von Literatur und Lebenshilfe — ohne Ratgeberton, aber mit spürbarer Lebensklugheit. Sprache und Stil Die Erzählweise ist persönlich, präzise und atmosphärisch. Bildreich, doch schnörkellos, führt der Autor durch Szenen und Zeitebenen. So entstehen lebendige Miniaturen, in denen die 30 „stummen Begleiter“ zu Mit-Erzählern werden. Die Kapitel lassen sich gut einzeln lesen und eignen sich daher auch für kurze Lektürezeiten oder als Impulse in Gruppen. Warum bei Glaubenssachen Als christlicher Verlag schätzen wir Bücher, die Sinnschichten des Alltags behutsam freilegen. Stumme Begleiter lädt zu Achtsamkeit, Dankbarkeit und einer liebevollen Erinnerungskultur ein — Haltungen, die im geistlichen Leben, in Gemeinde und im persönlichen Glaubensalltag bedeutsam sind. Dieses Buch schenkt Gesprächsanlässe über das, was uns prägt, und ermutigt, das Eigene zu würdigen. Hinweis Die inhaltlichen Beispiele bleiben bewusst offen formuliert, damit Leserinnen und Leser ihre eigenen „stumme Begleiter“ wiederfinden. So entsteht eine Lektüre, die nicht nur von einem Leben erzählt, sondern Brücken zum Leben vieler baut — leise, nahbar und nachhaltig.

14,95 €*
Zum Produkt
ZUAGROASDE
ZUAGROASDE
ZUAGROASDE – Zwei Geschichten aus dem Bayerischen Wald In diesem Buch geht es um eine spezielle Gruppe von „Zuagroasdn“ (= Zugereisten) oder – wie man außerhalb des Bayerischen Waldes sagen würde – von Menschen mit Migrationshintergrund, deren Verhalten in einem gewissen Spannungsverhältnis zur bayerischen Leitkultur steht. Da dieses große Thema im Rahmen einer einzelnen Publikation nicht umfassend behandelt werden kann, greift der Autor zwei exemplarische Fälle heraus: DIE SIEBTE SCHWESTER: Eine Telefonistin im Leopardenkostüm, ein Päckchen mit Asche vom Krematorium, ein kleiner Blutschwamm, Affen im Mango-Baum … Bei Schönberg im Bayerischen Wald liegt die „Villa Anna“, benannt nach Anna Nevermann, einer reichen alten Dame, die hier eine exklusive Wohngemeinschaft für „sieben Schwestern“ gestiftet hat. Bei der Untersuchung eines Todesfalls kommen merkwürdige Dinge ans Licht. GEISTERBAHN UND HIMMELSLEITER: Ein toter Kolumbianer in der Geisterbahn, eine rumänische Schlangenfrau, verdächtige Anrufe aus Korsika, ein toter Italiener an der Himmelsleiter … Die grenzüberschreitende Kriminalität hat den Bayerischen Wald längst erreicht. Hinzu kommt eine dubiose Schriftstellerin, die ihre Mutter gefangen hält und einen Versager geheiratet hat. Auch das sind Zuagroasde – allerdings aus Oberbayern. Über den Autor Manfred von Glehn lebt im Bayerischen Wald, dort, wo dieser besonders finster ist. Er ist in ­Brasilien aufgewachsen, hat in Deutschland Soziologie, Psychologie sowie Romanistik studiert, mit einer Dissertation über magische Religionen promoviert und sich mit einer Studie über die abhängige Entwicklung habilitiert. Er war in der wissenschaftlichen Politikberatung tätig. Seit 2003 ist er freischaffender Künstler und verfasst belletristische ­Literatur. Sein interdisziplinärer Hintergrund prägt die literarische Perspektive dieses Buches: gesellschaftliche Beobachtung, psychologische Tiefenschärfe und ein feines Gespür für Sprache und regionale Milieus verbinden sich zu Geschichten, die unterhalten, herausfordern und zum Nachdenken über Identität, Zugehörigkeit und Vorurteile anregen. Inhalt & Erzählungen im Überblick Die siebte Schwester Im Schatten der „Villa Anna“ bei Schönberg verwebt der Autor ein fein gezeichnetes Figurenensemble: eine exzentrische Telefonistin, geheimnisvolle Sendungen aus dem Krematorium, medizinische Details und exotische Bilder – ein Mosaik aus Andeutungen, das in eine Ermittlungs- und Milieustudie mündet. Der Todesfall öffnet den Blick auf die Fragilität exklusiver Gemeinschaften, in denen Herkunft, Wohlstand und Moral aufeinanderprallen. Geisterbahn und Himmelsleiter Der Bayerische Wald wird zur Bühne internationaler Verstrickungen: Ein Kolumbianer in der Geisterbahn, eine rumänische Schlangenfrau, Hinweise aus Korsika, ein Italiener an der Himmelsleiter – die Geschichten zeigen, wie grenzüberschreitende Kriminalität, Migration und Lebensentwürfe aus aller Welt im ländlichen Bayern aufeinandertreffen. Zwischen Schein und Sein, Literaturbetrieb und Lebenslüge stellt der Text unbequeme Fragen nach Verantwortung und Wahrhaftigkeit. Themen & Motive ZUAGROASDE beleuchtet das Spannungsfeld zwischen Tradition und Gegenwart, zwischen regionaler Identität und globalen Bewegungen. Die Erzählungen verbinden die Dichte eines Regionalkrimis mit der Reflexion einer gesellschaftlichen Studie – mit erzählerischer Eleganz und einem feinen, bisweilen ironischen Blick auf das Alltägliche. Migration in Bayern: Zugereiste (Zuagroasde/Zuagroaste) und ihr Platz in der Dorfgemeinschaft Kulturkonflikt und bayerische Leitkultur: Nähe, Distanz und das Ringen um Verständnis Identität und Zugehörigkeit: Biografien zwischen Herkunft, Hoffnung und neuer Heimat Regionale Kriminalität und globale Bezüge: grenzüberschreitende Verflechtungen im Bayerischen Wald Beobachtende Erzählhaltung: subtile Spannung statt vordergründiger Sensation Schauplätze und Atmosphäre Der Bayerische Wald – mit Schönberg, der „Villa Anna“, einer Geisterbahn und der poetisch benannten „Himmelsleiter“ – wird zur eigenständigen Figur: dicht, dunkel, geheimnisvoll. Die ländliche Realität mit ihrem Brauchtum und ihrer Bodenständigkeit kollidiert mit internationalen Biografien und urbanen Lebensstilen. Aus dieser Reibung entsteht die besondere Spannung des Buches. Literarische Einordnung Die Texte bewegen sich zwischen zeitgenössischer Belletristik und Regionalkrimi. Anstelle bloßer Genrekonventionen setzt Manfred von Glehn auf psychologische Genauigkeit, soziale Beobachtung und eine bildstarke Sprache. Die beiden Fallgeschichten sind literarische „Fallstudien“, die exemplarisch sichtbar machen, wie komplex Integration, Vorurteile und gegenseitige Erwartungshaltungen im ländlichen Raum sein können. Für wen ist dieses Buch geeignet? Leserinnen und Leser von Regionalliteratur und Krimis mit gesellschaftlicher Tiefe Menschen, die sich für Migration, Integration und Kulturwandel in Bayern interessieren Lesekreise, Bildungshäuser, Gemeindearbeit und kulturelle Veranstaltungen, die über Vorurteile, Nächstenliebe und sozialen Zusammenhalt ins Gespräch kommen möchten Alle, die den Bayerischen Wald literarisch neu entdecken wollen Warum ZUAGROASDE lesen? Zwei eigenständige, pointiert erzählte Geschichten mit starker Atmosphäre Verbindung von Spannung, Milieustudie und gesellschaftlichem Gegenwartsbezug Einfühlsamer, mitunter ironischer Blick auf das Miteinander von Einheimischen und Zugereisten Dialektfarbe, Regionalität und internationale Perspektiven in überzeugender Balance Hinweis zu Schreibvarianten „Zuagroasde“ (auch: „Zuagroaste“, „Zuagroast“) ist eine bairische Bezeichnung für Zugereiste. Die bewusste Verwendung dieser Varianten spiegelt die regionale Authentizität und die Vielschichtigkeit des Themas wider. Stichworte (zur Orientierung und Suche) Zuagroasde, Zugereiste in Bayern, Bayerischer Wald Literatur, Regionalkrimi, Migration und Integration, bayerische Leitkultur, Kulturkonflikt, Identität, Oberbayern, grenzüberschreitende Kriminalität, Manfred von Glehn, zeitgenössische Belletristik

16,00 €*
Zum Produkt